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Dienstag 25 Juni 2023

Vitrinengeschichte 7 - Großer Orient-Express in Miniatur

Paris, 4. Oktober 1883. Der Orient-Express wird offiziell eingeweiht. Um 19.30 Uhr verlässt der Dampfzug den Bahnsteig des Pariser Gare de Strasbourg und begibt sich auf eine 76-stündige Reise in die bulgarische Hafenstadt Varna. An Bord: hochrangige Gäste, Journalisten und der belgische Ingenieur Georges Nagelmackers.

 

Der Luxuszug - nur die Reichsten können ihn sich leisten - fährt schon seit einigen Monaten, aber mit seiner Einweihung wird Nagelmackers' Traum wirklich wahr. Nach jahrelanger Lobbyarbeit und harter Arbeit haben er und seine Eisenbahngesellschaft Compagnie Internationale des Wagons-Lits es geschafft: internationale Zugreisen quer durch Europa sind möglich. 

 

Bis 1977 verkehrte der Orient Express als Linienzug mit Unterbrechungen und auf verschiedenen Strecken zwischen London und Istanbul - und etwas weiter südlich bis Athen. Das "Hotel auf Rädern" absolviert seine letzten Jahre auf der Strecke zwischen Straßburg und Wien. Am 13. Dezember 2009 wird er zum letzten Mal verkehren.

 

Märklin Miniaturen

Auch wenn der Orient-Express nicht mehr verkehrt, ist das Modell auf dem Modellbahnmarkt immer noch sehr beliebt. Sammler aus der ganzen Welt legen ein hübsches Sümmchen für ein schönes Exemplar hin. Auch Fauzi Mahmood hat drei kleine Versionen dieser Größe auf Rädern. "Die Orient Expresses in meinen Vitrinen sind eine Miniatur des Modells von 1930", sagt Fauzi. "Es sind echte Märklins: eine Spitzenmarke aus Deutschland. Dieser vor über 160 Jahren gegründete Modellbahnhersteller liefert beste Qualität. Das wünscht sich natürlich jeder Sammler. Die Details sind super akkurat, die Licht- und Tontechnik großartig, und als einziger Hersteller der Welt verwendet Märklin Metall."

"Die Details sind super akkurat, die Licht- und Tontechnik großartig"

 

Fast 250 Meter Modelleisenbahn

Die drei Orient Expresses, auch "König der Züge, Zug der Könige" genannt, sind nur ein kleiner Teil von Fauzis Privatsammlung. In den letzten 30 Jahren hat er eine ganze Menge gesammelt. "Ich habe Hunderte von Lokomotiven und Tausende von Waggons", sagt er. "Zurzeit sind sie noch in vier verschiedenen SDB-Vitrinen untergebracht, aber bald werden die Modelle in einer neun Meter breiten Vitrine zu sehen sein. Diese besteht aus fünf Abschnitten, in die jeweils etwa 45 Meter Miniaturen passen. Insgesamt sind das fast 250 Meter Modelleisenbahnen. Die Leute sagen schon über die jetzigen Vitrinen, dass sie so etwas noch nie gesehen haben; über die neue werden sie sprachlos sein."

 

Diese Gigavitrine wird in dem neuen Teil seines Unternehmens in Noordwijk stehen: Miniature Projects. Ein Familienbetrieb, der sich auf Modelleisenbahnen und Modellbahnen spezialisiert hat. Fauzi hat also sein Hobby zu seinem Beruf gemacht. Aber wann hat diese Liebe eigentlich begonnen? "Ich glaube, als ich etwa vier Jahre alt war", sagt er. "Meiner Mutter zufolge habe ich als Kleinkind mit Autos gespielt, aber mit dem Geräusch eines Zuges. Nicht brumm-brumm, sondern tschu-tschu. Außerdem wollte ich jeden Tag zum Bahnhof gehen, wo ich eine Münze auf die Schienen legte, um die Kraft dieser herrlichen Züge zu sehen. 1992 kaufte ich meine erste Miniatur-Startpackung.

 

"SDB und wir streben nicht nach 99, sondern nach den vollen 100 Prozent!"

 

Wiederverkäufer SDB Vitrinenbau

Mehr als 30 Jahre später hat Fauzi also eine ziemlich private Sammlung, die er in seiner Mittagspause ausgiebig genießen kann. Einfach so, auf einem Stuhl sitzend. Seine Modelle stehen daher nur in seltenen Fällen zum Verkauf. "Aber... bald wird es etwas anderes geben", verrät er. "Wir werden nämlich Wiederverkäufer der Vitrinen von SDB Vitrinebouw. Ich bin von der Qualität, die sie in Rosmalen liefern, überzeugt. Und zählen Sie darauf, dass ich als Mann der Details kritisch sein werde. Auch das gehört zu meinem Job: Die feinsten und kleinsten Teile machen die Miniaturbahn aus. Zum Glück finden wir uns darin wieder. SDB und wir streben nicht nach 99, sondern nach den vollen 100 Prozent!"

 

 

 

 

Hinter jedem Objekt in einer Vitrine steht eine besondere Geschichte. Natürlich hat das Prunkstück seinen Ehrenplatz hinter Glas nicht ohne Grund bekommen. Diese historischen, spannenden und fesselnden Geschichten erzählen wir in der Rubrik Vitrine-Geschichte

 

Haben Sie auch eine Vitrine-Geschichte die wir genießen können? Lassen Sie es uns wissen unter [email protected].

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